GRW-Fördermittel für Feuerwehr in Schwedt
Wirtschaftsminister Daniel Keller überreichte heute in Schwedt/Oder einen Fördermittelbescheid aus dem GRW-Sondervermögen für den Neubau der Feuerwache im Ortsteil Passow sowie der Ausstattung der Feuerwache. Es ist bundesweit das erste Vorhaben, das auf Basis des GRW-Koordinierungsrahmens als „Maßnahme zur Steigerung der Standortattraktivität und Wettbewerbsfähigkeit einschließlich regionaler Daseinsvorsorge“ gefördert wird.
Potsdam. In Schwedt überreichte heute Wirtschaftsminister Daniel Keller einen Fördermittelbescheid aus dem GRW-Sondervermögen für den Neubau der Feuerwache im Ortsteil Passow sowie der Ausstattung der Feuerwache. Die Investition in den Neubau der Feuerwache belaufen sich auf fast 4,9 Mio. Euro. Hierfür erfolgt eine 60-prozentige Förderung aus GRW-Mitteln in Höhe von über 2,9 Mio. Euro.
Bei der festlichen Zeremonie im Ortsteil Passow und im Beisein der Schwedter Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe und Vertretern der Wirtschaftsförderung Schwedt/Oder, erklärte Wirtschaftsminister Keller: „Das GRW-Sonderprogramm stellt einen wichtigen Baustein der Unterstützung des Transformationsprozesses in Schwedt/Oder und in der gesamten Uckermark dar. Zugleich ist das Programm ein weiterer Beleg für die Solidarität Brandenburgs. Es ist wichtig, dass wir als Land Brandenburg die Raffinerieregion weiter unterstützen.“
Die Bürgermeisterin der Stadt Schwedt/Oder, Annekathrin Hoppe, erklärte: „Bereits im Jahr 2023 haben die Schwedter Stadtverordneten den Beschluss für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Passow gefasst. Mit der Bereitstellung der Fördermittel kann die Realisierung des Bauvorhabens jetzt in Angriff genommen werden. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Passow werden ein Haus erhalten, das ihren Bedürfnissen und den feuerwehrtechnischen Anforderungen gerecht wird. Dafür danke ich dem Fördermittelgeber.“
Innenminister René Wilke begrüßt die Förderung: „Das GRW-Sondervermögen ermöglicht Förderungen, die den Feuerwehren direkt zugutekommen – das ist richtig und wichtig, denn die Feuerwehren in Brandenburg tragen wesentlich zur Sicherheit in unserem Land bei. Sie sind ein wichtiger Teil der Gefahrenabwehr für die Städte und Gemeinden. Als verlässliche, vertrauenswürdige und kompetente Stütze der kommunalen Daseinsvorsorge haben die Feuerwehren daher jede Form der Unterstützung verdient.“
Im Rahmen eines Vorort-Termins besichtigte Minister Keller zudem den Neubau der Feuerwache Schwedt/Oder. Mit dieser neuen zentralen Feuerwache sollen die bisherigen Feuerwachen der Stadt Schwedt „Heinersdorfer Straße“ (Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr Löschzug 1) und „Bäckerstraße“ (Freiwillige Feuerwehr Löschzug 2) an einem zentralen Standort gebündelt werden. Der Bau erfolgte auf der Grundlage einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Schwedt und der für die Errichtung des Gebäudes zuständigen Wohnbauten Schwedt/Oder GmbH. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 4,3 Mio. Euro und werden mit fast 2,6 Mio. Euro, ebenfalls zu 60 Prozent, aus dem GRW-Sondervermögen bezuschusst.
Mit Blick auf das Sonderprogramm ergänzte Minister Keller: „Das GRW-Sonderprogramm bietet neben der Unterstützung von Investitionen gewerblicher Unternehmen auch Förderungsmöglichkeiten für wirtschaftsnahe kommunale Infrastrukturvorhaben. Damit steht ein sehr breit aufgestelltes Förderinstrument zur Verfügung, um vielschichtige Maßnahmen sowohl im investiven als auch im nicht-investiven Bereich unterstützen zu können. Insgesamt konnten wir mithilfe des GRW-Sonderprogramms bisher 15 Vorhaben mit einem Zuschuss in Höhe von 31,75 Mio. Euro unterstützen.“
Der Minister verwies zudem auf die geplante Errichtung des zweiten Industriegleises PCK-Hafen Schwedt/Oder, die die Schlüsselmaßnahme im Bereich der Infrastruktur stellt dar. Für die Planungsleistungen des zweiten Gleisanschluss PCK wurde 2024 ein Zuschuss von 4,89 Mio. EUR bewilligt. Für die Umsetzung des Baus des zweiten Gleisanschlusses ist ein Zuschuss von bis zu 104,5 Mio. EUR angestrebt.

