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Weitere Ausbrüche der Newcastle Disease in den Landkreisen Spree-Neiße und Dahme-Spreewald festgestellt

Im Landkreis Spree-Neiße ist in einem Legehennenbestand der Ausbruch der Newcastle-Krankheit amtlich festgestellt worden. Bei einem Kleinsthalter im Landkreis Dahme-Spreewald wurde die Newcastle Disease ebenfalls nachgewiesen. Im Land Brandenburg gibt es somit insgesamt vier Ausbrüche seit 1996.

 

Im Legehennenbetrieb im Landkreis Spree-Neiße sind drei Stalleinheiten mit jeweils etwa 90.000 Tieren betroffen. Bei den Tieren waren erhöhte Tierverluste und ein Rückgang der Legeleistung aufgetreten. Erste Proben wurden vom bestandsbetreuenden Tierarzt genommen und in einem akkreditierten Privatlabor untersucht, in dem der Virusnachweis erbracht wurde. Das Veterinäramt des Landkreises Spree-Neiße wurde unverzüglich informiert und der Bestand wurde gesperrt. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat die nachfolgend amtlich entnommenen Proben untersucht das aviäre Paramyxovirus (APMV) nachgewiesen. Der abschließende Befund des Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigte heute den Ausbruch der Newcastle-Krankheit.

 

Bei einem Kleinsthalter mit sechs Hühnern im Landkreis Dahme-Spreewald wurden ebenfalls Verluste festgestellt. Der Halter informierte das Veterinäramt, nachdem fünf Hühner plötzlich verendeten. Der Bestand wurde gesperrt und amtliche Proben entnommen. Das verbliebene Huhn wurde vom Veterinäramt tierschutzgerecht getötet. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat die amtlich entnommenen Proben untersucht und am das aviäre Paramyxovirus (APMV) nachgewiesen. Der abschließende Befund des Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigte ebenfalls den Ausbruch der Newcastle-Krankheit. Die Schutz- und Überwachungszone wurde vom Landkreis Dahme-Spreewald angepasst.

 

In beiden Landkreisen wurden alle erforderlichen Maßnahmen beim Ausbruch der Newcastle-Krankheit mit einer Tierseuchenallgemeinverfügung angeordnet. Dazu gehören die tierschutzgerechte Tötung der Tiere und die Einrichtung einer Schutzzone im Radius von mindestens drei Kilometern und einer Überwachungszone im Radius von mindestens zehn Kilometern um den Ausbruchsbestand. Die genauen Grenzen der genannten Restriktionsgebiete werden auf einer inter-aktiven Karte durch das zuständige Veterinäramt der Landkreise Dahme-Spreewald und Spree-Neiße veröffentlicht. Die betroffenen Geflügelhalter werden über die erforderlichen Maßnahmen durch die Landkreise informiert.

Hintergrund:

Ende Februar wurde der erste Ausbruch der Newcastle Disease beim Hausgeflügel seit 1996 festgestellt. Mit den aktuellen Fällen wurden nun vier Ausbrüche im Land Brandenburg festgestellt.

 

Fast alle Vogelarten können infiziert werden. In Deutschland wird das Virus vor allem bei wild lebenden Tauben nachgewiesen. Die Schwere der hervorgerufenen Erkrankung hängt von der Pathogenität des Virusstammes, der Wirtspezies sowie von der Immunkompetenz der betroffenen

Tiere ab. Beim Haushuhn kann die Erkrankung – in Abhängigkeit vom Virusstamm – von sehr milden Verläufen bis zum plötzlichen Tod mit 100-prozentiger Mortalität der Herde variieren.

 

Neben dem Kardinalsymptom – also der erhöhten Mortalität – mit zuvor aufgetretener Störung

des Allgemeinbefindens können zudem folgende Krankheitszeichen auf eine NDV-Infektion hinweisen: Legeleistungsabfall, Ödeme an Kopf und Kehllappen, respiratorische Störungen, Durchfall

und nervöse Störungen.

 

Für Menschen ist das Virus ungefährlich. Bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren kann es

zu Bindehautentzündungen kommen.

 

Informationen zur Newcastle Disease bietet das Friedrich Loeffler-Institut.

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