DRK-Kliniken scheitern mit Versuch, Streik zu verbieten / Vergleich zu Notdiensten erzielt / Streik wird auch am zweiten Tag fortgesetzt
Der Streik an den DRK-Kliniken wird am heutigen Tag fortgesetzt. ver.di hatte zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen, um in den laufenden Tarifverhandlungen die Blockade der Geschäftsführung zu beenden. Die Beteiligung an beiden Streiktagen ist gut. Zahlreiche Operationen mussten verschoben werden. In vielen anderen Bereichen ist das Klinikprogramm reduziert worden.
Die Geschäftsführung der DRK-Kliniken hatte am gestrigen Montag versucht, den Streik gerichtlich verbieten zu lassen, mit der Behauptung, Teile der Streikziele seien unverhältnismäßig. Das Gericht hat diesen Versuch zurückgewiesen.
Darüber hinaus hatte sich die Geschäftsführung geweigert, einer von ver.di vorgeschlagenen Notdienstvereinbarung zuzustimmen. Im Gegenzug hatte sie Notdienste vorgeschlagen, die auch vom Gericht kritisch gesehen wurden, weil sie identisch mit der Regelbesetzung waren. Zur Frage der Notdienste wurde nun vor Gericht ein Vergleich erzielt.
„Wir begrüßen den Vergleich zur Notdienstvereinbarung. Sie ermöglicht, die Wahrung der Patientensicherheit und das Streikrecht der Beschäftigten zu vereinbaren. Die Geschäftsführung muss sich heute und bei möglichen weiteren Arbeitskampfmaßnahmen an die dort getroffenen Vereinbarungen halten, dann wird beides erreicht“, erklärt Gisela Neunhöffer, ver.di-Verhandlungsführerin an den DRK-Kliniken.
ver.di hat der Geschäftsführung nun neue Verhandlungstermine angeboten und ist zuversichtlich, dass die Geschäftsführung schnell an den Verhandlungstisch zurückkehrt. „Wir erwarten jetzt echte Bewegung und ein deutlich verbessertes Angebote“, sagte Neunhöffer abschließend.

