BlaulichtBrandenburgKriminalitätPolizei

Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 – Gesamtzahl der Straftaten gesunken

Polizeidirektion Ost – 
Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Ost wurden im Jahr 2025 insgesamt
47.732 Straftaten registriert. Die Fallzahlen sanken gegenüber dem
Vorjahreszeitraum also um 4.961 Taten bzw. 9,4 Prozent.
Die Aufklärungsquote lag bei 61,7 Prozent und damit über dem Niveau des
Vorjahres, als es noch 59,9 Prozent waren. Die Polizeidirektion Ost findet sich mit
diesem Wert auch weiterhin über dem Landesdurchschnitt von 57,7 Prozent.
Und wie im vergangenen Berichtszeitraum korrespondiert das Ganze u.a. mit den
zurückgehenden Zahlen festgestellter Verstöße gegen das Aufenthalts-, Asyl- und
Freizügigkeitsgesetz im Osten des Landes Brandenburg. Lagen wir im
Zuständigkeitsbereich der Direktion im Jahr 2024 dahingehend noch bei 7.452
Fällen, sind es nun 6.180. Geklärt wurden davon 6.140 Delikte, was einer
Aufklärungsquote von 99,4 Prozent entsprach (2024 waren es 97,9 Prozent).
Die hohe Aufklärungsquote erklärt sich natürlich auch damit, dass man es bei
diesem Geschehen üblicherweise mit sogenannten „Feststellungsdelikten“ zu tun
hat. 

Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger wieder gesunken – die
Gesamtzahl junger Delinquenten nunmehr ebenfalls
Im Jahr 2025 sind innerhalb der Direktion Ost insgesamt 23.070 Tatverdächtige
ermittelt worden (2024: 25.322). Personen nichtdeutscher Herkunft waren daran
mit 44,4 Prozent = 10.245 Tatverdächtige beteiligt. Damit sank der Anteil
nichtdeutscher Tatverdächtiger gegenüber dem Vorjahr (2024: 45,7 Prozent =
11.562 Tatverdächtige). Erklärend sei jedoch erwähnt, dass in dieser Gesamtzahl
tatverdächtiger Personen nichtdeutscher Herkunft die Fälle des Verstoßes gegen
das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz enthalten sind.
5.043 der ermittelten Delinquenten gehörten der Altersgruppe der unter 21-
Jährigen an (2024 waren es 5.469).
Schaut man auf die genaue Altersstruktur, bilden die Jugendlichen (14 bis 18
Jahre) weiterhin die größte Gruppe (2.009 zu 2.124). Die Heranwachsenden (18
bis vollendetes 21. Lebensjahr) folgen, wobei auch bei diesen ein Sinken der
Eckzahlen zu verzeichnen ist (1.755 zu 1.995). Bei tatverdächtigen Kindern (unter
14 Jahre) sieht die Statistik den geringsten Anteil (1.279 zu 1.350) und auch bei
ihnen ist die Gesamtzahl gesunken.

Gesamtzahl der Diebstähle wieder gesunken
Immer noch sind -Diebstahlsdelikte- mit einem Anteil von 28,1 Prozent an allen
Straftaten maßgeblich für die Kriminalitätslage in der Direktion Ost verantwortlich.
Dies entspricht einer Zahl von 13.401 registrierten Fällen. Gegenüber 2024 sank
die Zahl somit um ganze 1.839 Taten. Die Aufklärungsquote in diesem Segment
ist nach einem leichten Fallen im Vergleichszeitraum 2023/2024 nunmehr wieder
angestiegen und liegt bei 29,2 Prozent (gegenüber 27,3 Prozent im Jahr zuvor).
Im polizeilichen Fokus bleiben trotz Rückganges der Fallzahlen Diebstähle von
Kraftwagen und Diebstähle an/aus Kraftfahrzeugen. Schwerpunktregionen dabei
sind immer noch der engere Verflechtungsraum zu Berlin sowie die
Grenzgemeinden. In großen Teilen waren Firmentransporter davon betroffen,
wobei es den Tätern zumeist um darin gelagertes Werkzeug ging. Wie eingangs
erwähnt, sanken in diesem Berichtszeitraum nicht nur die Diebstähle an/aus
Kraftfahrzeugen von 1.723 auf nunmehr 1.357 Fälle. Auch die Anzahl der
Diebstähle von Kraftfahrzeugen ist anders als im Berichtsjahr zuvor von 649 auf
512 zurückgegangen.
Im Juni 2025 wurden Polizisten auf einen Ford Fiesta aufmerksam, der in
Strausberg mit vier jungen Leuten an Bord unterwegs gewesen war. Als die
Beamten den Wagen kontrollieren wollten, flüchteten sämtliche Insassen, konnten
später jedoch gegriffen werden. Alle waren bereits hinlänglich bekannt und hatten
das Auto tags zuvor in Seelow mitgehen lassen.
Im September 2025 wurde in Grünheide ein Hyundai Ionic 5 entdeckt, welcher
eigentlich nach Wittstock/Dosse gehörte und dort gestohlen worden war. Wenig
später ging Polizisten ganz in der Nähe ein VW Passat ins Netz, in dem drei
Ukrainer saßen. Alle waren polizeilich noch nie aufgefallen, hatten jedoch zwei Doublettenkennzeichen sowie elektronische Tools im Wert von rund 13.000 Euro
bei sich. Diese Tools sind bei Dieben sehr beliebt, wenn es um die Entwendung
von Fahrzeugen mit Keyless-Go-System geht. Im Rahmen der folgenden
Ermittlungen konnten sie tatsächlich für den Diebstahl des Hyundais
verantwortlich gemacht werden. Später stellte sich heraus, dass sie innerhalb
dreier Monate im Osten Deutschlands für eine Vielzahl solcher Geschehnisse
sorgten. Alle landeten in Untersuchungshaft.
Die Gesamtzahl bei Diebstählen in/aus Wohnungen, die 2024 noch bei 644 lag,
ist im Jahr 2025 angestiegen und steht nun bei 968.
Davon blieben 452 Fälle (46,7 Prozent) im Versuch stecken (2024 waren es 315
Fälle oder 48,9 Prozent). Dies zeigt, dass man sich schützen kann. Erneut bildete
der engere Verflechtungsraum rund um Berlin den Brennpunkt. Die gute
verkehrstechnische Anbindung und eine gewisse Anonymität, welche bereits im
Gürtel um die Hauptstadt herum zu finden ist, nutzen die Täter für ihre
Diebeszüge. Die Aufklärungsquote ist jedoch zurückgegangen und liegt nun bei
10,3 Prozent (2024 waren es 15,4 Prozent). 

Ende Mai ist ein Polizeibeamter während seines morgendlichen Heimwegs in
Angermünde auf eine Szenerie gestoßen, die sofort seinen kriminalistischen
Spürsinn erwachen ließ. Zwei Männer kamen aus einem Mehrfamilienhaus
gelaufen und einer der Herren trug dabei ein E-Bike. Zwar konnte das Duo fliehen,
bevor der Kollege sie erreichte, aber so kam zumindest schon einmal heraus,
dass fünf Kellerverschläge von ihnen heimgesucht worden waren. Im Zuge der
Fahndungsmaßnahmen fanden Polizisten dann wenig später unweit der Stadt
Angermünde einen VW Passat, dessen Kennzeichen sich als gestohlen
herausstellten. Im Auto hatten zwei polnische Staatsbürger gesessen. Ganz
davon abgesehen, dass der Fahrer gar keine Fahrerlaubnis besaß und unter
Drogeneinfluss stand, entdeckte man im Innenraum Schmuck und EC-Karten, die
einem Wohnungseinbruch in Prenzlau zugeordnet werden konnten. Beide Männer
wurden daraufhin festgenommen. Im Laufe der Ermittlungen kam heraus, dass sie
nicht nur für den Einbruch in Prenzlau, sondern auch für das Tatgeschehen in
Angermünde mit insgesamt sogar 30 aufgebrochenen Kellern verantwortlich zu
machen waren. Nach einem Haftantrag der zuständigen Staatsanwaltschaft
fanden sich die Delinquenten schließlich in einer Justizvollzugsanstalt wieder.
In Strausberg hatte im Februar 2025 Diensthund „Mexx“ einen großen Auftritt.
Nachdem ein Mann in einem Einfamilienhaus Einbrecher auf frischer Tat ertappt
hatte, konnte das Duo noch erfolgreich flüchten. Doch reagierte der Geschädigte
schnell und informierte sofort die Polizei. Bei der nun folgenden Fahndung war
auch „Mexx“ mit von der Partie. Seine Nase führte die Verfolger schließlich zu
einem Kleinwagen mit polnischen Kennzeichen, der noch nicht allzu lange dort
stehen konnte, wenn man dem Rest an Motorwärme Glauben schenken konnte.
Und unweit des Autos fanden sich Gegenstände, die der Betroffene des noch
frischen Einbruchgeschehens als sein Eigentum identifizierte. Später näherten
sich zwei Personen dem Wagen, wohl in der Überzeugung, dass die Polizei mittlerweile aufgegeben habe. Aber weit gefehlt! Zivilfahnder hatten sich nämlich
positioniert und nun schnappte die Falle zu. Später erließ eine Richterin auf Grund
der sehr guten Beweislage, die sich nicht zuletzt dank der Spürnase von „Mexx“
ergeben hatte, dann auch Haftbefehl gegen die beiden polnischen Staatsbürger.
Im Deliktsfeld Einbruchsdiebstähle in/ aus Firmen und Baustellen sind 2025 im
Gesamtbereich der Direktion zwar erneut sinkende Fallzahlen gegenüber dem
Berichtszeitraum des Vorjahres (677 zu 745) zu verzeichnen gewesen, dies traf
aber nicht auf jede Inspektion zu (Uckermark und Barnim blieben mit
Vergleichszahlen von 106 auf 109 bzw. von 186 auf nunmehr 187 fast gleich. In
Märkisch-Oderland gab es einen leichten Rückgang von 199 auf 185 und in OderSpree/Frankfurt (Oder) sahen wir sogar einen starken Rückgang von 254 im Jahre
2024 auf 196 Tatgeschehen im jetzigen Berichtszeitraum. 

Trotz sinkender Fallzahlen sind Betrüger weiterhin aktiv
Es gibt kaum etwas, was Kriminelle nicht versuchen würden, um an das Geld
gutgläubiger Mitmenschen zu gelangen. Ob Enkeltrick, ob die Masche der
angeblichen Verwandtschaft, die ganz dringend Geld benötigen würde oder der
falsche Polizist, der vorgibt, ein naher Angehöriger habe einen Verkehrsunfall
verursacht und müsse ins Gefängnis, so nicht eine Kaution fließe…
Fanden Kontaktaufnahmen zuvor meist per Telefon oder E-Mail statt, wird nun
vermehrt über Messengerdienste Verbindung zu potentiellen Opfern aufgebaut.
Im Jahr 2025 wurden 3.410 Fälle von -Betrug- angezeigt, während es im Jahr
zuvor noch 3.814 Taten gewesen waren. Das sind immer noch knapp zehn
Geschehnisse pro Tag! Und wie in den vergangenen Jahren zuvor, auch nun
wieder der Hinweis, dass diese Zahlen natürlich nur das widerspiegeln, was der
Polizei auch tatsächlich bekannt geworden ist. Deshalb: zeigen Sie keine falsche
Scham und erstatten Sie Anzeige, wenn Sie Opfer einer solchen Tat wurden!

Aufklärungsquote bei Gewaltkriminalität erneut über
Vorjahresniveau
Im Gegensatz zum vergangenen Berichtszeitraum ist 2025 im Bereich der
-Gewaltkriminalität- ein Ansteigen der Fallzahlen zu verzeichnen gewesen (von
1605 auf 1.777). Das entspricht in etwa den Zahlen des Jahres 2023, wo es noch
1.723 Taten gewesen sind. Die Aufklärungsquote stieg ebenfalls an und lag im
Jahr 2025 bei 83,3 Prozent (2024: 80,8 Prozent).
Bei Straftaten gegen das Leben (dabei handelt es sich um Delikte wie Mord,
Totschlag und Tötung auf Verlangen sowie fährlässige Tötung, die nicht mit einem
Verkehrsunfallgeschehen einhergeht) registrierte die Polizei im Osten
Brandenburgs 2025 insgesamt 26 Fälle (zu vorherigen 18). Geklärt werden
konnten 24 dieser Geschehnisse, was einer Aufklärungsquote von 92,3 Prozent
entspricht. Im Jahr zuvor sind noch zu sämtlichen Ereignissen auch Täter ermittelt
worden.
Ein besonders aufsehenerregender Fall spielte sich am 13.01.2025 im
uckermärkischen Casekow ab. Schon im Notruf wurde mitgeteilt, dass ein Mann in
einem Wohnhaus Menschen „abgestochen“ habe und zwei der Geschädigten sich
nicht mehr bewegen würden. Tatsächlich konnte kurz darauf nur noch der Tod
eines 16-jährigen Jugendlichen und einer 26 Jahre alten Frau festgestellt werden.
Eine 19-Jährige musste mit schweren Verletzungen umgehend in ein
Krankenhaus gebracht werden. Auch ein 27 Jahre alter Mann ist im Zuge des
Einsatzes schwerverletzt im Innenhof des Grundstückes gefunden worden. Später
stellte sich heraus, dass es sich bei ihm um den Tatverdächtigen handelte, der
sich wohl hatte selbst richten wollen. Er war in einer Liebesbeziehung mit der 19-
Jährige gewesen und die junge Frau hatte diese Beziehung tags zuvor
aufgekündigt. Die beiden Todesopfer waren ihr Bruder und eine weitere nahe Angehörige. Die zuständige Staatsanwaltschaft Neuruppin erließ Haftbefehl
gegen den nunmehr Beschuldigten, der später in eine psychiatrische Einrichtung
eingewiesen wurde.
Die Gesamtzahl der Fälle von Gewaltkriminalität unter Beteiligung von
Zuwanderern blieb im Vergleich von 2024 (damals 275) zum jetzigen
Berichtszeitraum fast auf demselben Niveau (nunmehr 279 Fälle). Insgesamt 307
Zuwanderer sind im Jahr 2025 als Tatverdächtige ermittelt worden (2024 waren
es 311). In 255 Fällen wurden Zuwanderer im Jahr 2025 Opfer von
Gewaltkriminalität (2024 in 215 Fällen).

Messer als Tat- oder Drohmittel waren im Jahr 2025 in 262 Fällen zu verzeichnen
gewesen (2024 insgesamt 247). Ganze 229 dieser Sachverhalte konnten
aufgeklärt werden. Das entspricht einer Quote von 87,4 Prozent (2024 waren es
87,0 Prozent). Insgesamt 256 Tatverdächtige standen einer Vorjahreszahl von
228 gegenüber. Davon waren 43,0 Prozent nichtdeutscher Herkunft (2024
ebenfalls 43,0 Prozent). Unter 21 Jahre waren 92 Tatverdächtige, das entspricht
einem Anteil von 35,9 Prozent (2024: 30,7 Prozent).
Messer sind im Vergleich zu Schusswaffen leichter zugänglich. Deshalb können
Aufklärungskampagnen über die Gefahren von Gewalt und die Auswirkungen von
Messerangriffen gar nicht hoch genug geschätzt werden, um junge Menschen
letztlich auch ausreichend zu sensibilisieren.

Bei häuslicher Gewalt mussten 1.816 Fälle registriert werden. Dies ist
gleichbedeutend mit einem leichten Absinken der Zahlen gegenüber dem Jahr
2024. Da waren es noch 1.828 gewesen. In der Gesamtzahl von 1.617
Tatverdächtigen (2024 noch 1.581) sind 310 Personen nichtdeutscher Herkunft
enthalten (oder 19,2 Prozent). Im Jahr 2024 waren es 282 Tatverdächtige
nichtdeutscher Herkunft gewesen (oder 17,8 Prozent).
Weiterhin ist der Frauenanteil bei den Opferzahlen exorbitant höher als jener der
Männer. 1.350 weiblichen stehen 580 männliche Geschädigte gegenüber.
Über dieses Kriminalitätsphänomen wird vermehrt in der Öffentlichkeit berichtet.
Durch Aufklärungs- und Präventionskampagnen hat sich aber auch ein stärkeres
Bewusstein für Themen wie Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt
entwickelt, die nun eine größere Wahrnehmung erfahren.

Raubdelikte sind in ihrer Zahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwas
angestiegen. Wurden im Jahr 2024 noch 361 Fälle bekannt, sind es nunmehr 384.
Die Aufklärungsquote in diesem Segment erhöhte sich hingegen von 66,5 Prozent
auf 68,5 Prozent.
Anfang Juli 2025 schlugen Jugendliche in Strausberg einen Rentner zusammen
und raubten im Anschluss dessen Auto und diverse Wertsachen. Bei der
Fahndung nach den Tätern konnte das Fahrzeug schließlich ausgemacht werden.
Aber auch die Insassen hatten mitbekommen, dass die Polizei ihnen auf die Spur
gekommen war. Rücksichtslos suchten sie ihr Heil in der Flucht, wobei der Audi
gegen eine Umlaufsperre prallte. Nun eilten die drei jungen Männer zu Fuß weiter.
Zwei von ihnen mussten aber bald darauf den schnelleren Beinen der Verfolger
Tribut zollen. Der Dritte im Bunde ist im Zuge weiterer Ermittlungen dann ebenfalls
namentlich bekannt gemacht und festgenommen worden. Alle drei erwiesen sich
als bereits hinlänglich bekannte Größen, die im Landkreis wohnten.
Bevor wir zu einzelnen Formen von Gewaltstraftaten an Schulen kommen, werfen
wir einen Blick auf die Gesamtzahlen der -Straftaten an Schulen-, also mit
Schulen als Tatörtlichkeit, um eine Einordnung überhaupt erst möglich zu
machen.
So sind in diesem Berichtsjahr insgesamt 882 Fälle von Straftaten an Schulen
erfasst worden (2024 waren es noch 939). Aufgeklärt wurden davon insgesamt
656 Geschehnisse, was einer Quote von 74,4 Prozent entspricht. 660
Tatverdächtige konnten ermittelt werden, wobei 137 Tatverdächtige
nichtdeutscher Herkunft waren, mithin ein Anteil von 20,8 Prozent. Im Vergleich
dazu das Jahr 2024: 681 Tatverdächtige, davon 106 nichtdeutscher Herkunft oder
15,6 Prozent.

Nun also zu einigen Beispielen von Gewaltstraftaten an Schulen:
Körperverletzungen sind in der Gesamtzahl von Straftaten an Schulen mit 334
Fällen (2024 noch 318) enthalten, wovon 332 (2024: 316) aufgeklärt und 361
Tatverdächtigte (2024: 336) ermittelt werden konnten. Der Anteil nichtdeutscher
Tatverdächtiger stieg von 60 (oder 17,9 Prozent) im Jahr 2024 auf nunmehr 87
oder 24,1 Prozent.
Bei Bedrohungen an Schulen registrierte die Polizei insgesamt 77 Taten (2024
noch 70). Es sind 96,1 Prozent der Fälle aufgeklärt (2024: 97,1 Prozent) und 78
Tatverdächtigte ermittelt worden. Davon waren zehn Personen nichtdeutscher
Herkunft, was einem Anteil von 12,8 Prozent entspricht. Im Vergleich dazu die
Zahlen für 2024 – da waren es 72 Tatverdächtige, wovon acht nichtdeutscher
Herkunft waren (11,6 Prozent)

Bei Gewalt gegen Polizeibeamte geringfügig weniger Fälle erfasst
Vor allem Körperverletzungs- und Widerstandsdelikte fallen in diese Kategorie.
2025 sind zwar etwas weniger Fälle von -Gewalt gegen Polizeibeamte- erfasst
worden als im Jahr zuvor. Doch sprechen wir dabei immer noch von insgesamt
382 registrierten Fällen, wohingegen es im Jahr zuvor 387 Straftaten zum
Nachteil von Polizeibeamten gewesen sind.
Die Statistik verzeichnet 327 Tatverdächtige (zu 333 im Jahr 2024). Der Anteil
derer mit nichtdeutscher Herkunft stieg dabei von 88 im Jahr 2024 auf nunmehr
91. Und von den erfassten Tatverdächtigen waren 287 bereits zuvor mehrfach in
Erscheinung getreten.
Bei insgesamt 380 aufgeklärten Delikten standen in 150 Fällen die
Tatverdächtigen unter dem Einfluss von Alkohol (2024 waren es 140).
In 26 Fällen war der Tatverdächtige Konsument harter Drogen (2024 insgesamt
29).
Ein Mitführen von Schusswaffen war im Jahr 2025 insgesamt zwölfmal zu
verzeichnen gewesen (2024 kein Fall).

Gesamtzahl bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
gestiegen, die Aufklärungsquote auch
Im Berichtszeitraum 2025 sind 947 Straftaten gegen die -sexuelle
Selbstbestimmung- zur Anzeige gebracht worden, nachdem es im Jahr davor es
noch 767 gewesen waren. Aufgeklärt werden konnten davon 902 Fälle, was einer
Quote von 95,2 Prozent entspricht (2024: 92,1 Prozent). In der Gesamtzahl von
838 Tatverdächtigen sind 132 Personen nichtdeutscher Herkunft enthalten.
Das entspricht einem Anteil von 15,8 Prozent und liegt damit etwas über dem
Wert des Vorjahreszeitraumes von 15,0 Prozent (bzw. 109 Personen).
Ein Sinken der Fallzahlen zeigt sich bei der sexuellen Belästigung (2024: 153 zu
136 Fällen 2025). Bei der sexuellen Belästigung wird das Opfer mittels
unerwünschter Verhaltensweisen des Täters in der Würde verletzt. Das können
unangemessene Berührungen oder Annäherungen, aber auch obszöne oder
aufdringliche Kommentare und Gesten sein.
124 Tatverdächtige konnten im Jahr 2025 ermittelt werden. Davon waren 31
nichtdeutscher Herkunft (oder 25,0 Prozent). Im Jahr zuvor sind es noch 117
Tatverdächtige gewesen, von denen 38 nichtdeutscher Herkunft waren (bzw. 32,5
Prozent).
Sexuelle Nötigung ist dann bereits die nächste Stufe. Unter diesem Sammelbegriff
werden sexuelle Handlungen zusammengefasst, die mit Drohung oder
Gewaltausübung einhergehen und stets gegen den ausdrücklichen Willen des
Opfers vorgenommen werden (durch körperliche Gewalt, Drohungen oder
psychischen Druck). Die angezeigten Fallzahlen bei der sexuellen Nötigung in der
Direktion Ost blieben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konstant bei 15. Dabei
kristallisierten sich 16 Tatverdächtige heraus, von denen wiederum acht nichtdeutscher Herkunft waren (2024 noch 13 Tatverdächtige, davon vier
nichtdeutscher Herkunft oder 30,8 Prozent).
Die Aufklärungsquoten lagen im Deliktsfeld sexuelle Belästigung im Jahr 2025 bei
94,9 Prozent (2024: 81,7 Prozent) und bei der sexuellen Nötigung bei 100
Prozent (2024 bei 86,7 Prozent). Jeder Einzelfall ist für die Opfer von besonderer
Bedeutung. Die vorliegenden Zahlen lassen aber auf eine erhöhte
Anzeigebereitschaft schließen und dass Opfer sich zunehmend trauen, ihre
Peiniger nicht aus der Verantwortung zu lassen.
Ein Anstieg der Zahlen gegenüber dem Vorjahr ist beim sexuellen Missbrauch von
Kindern zu verzeichnen. Den 169 Fällen im Jahr 2025 standen 133 Taten im Jahr
zuvor gegenüber. Die Aufklärungsquote lag 2025 bei 91,1 Prozent (2024 noch
92,5 Prozent). So sind in 2025 insgesamt 154 Fälle geklärt und 136
Tatverdächtige ermittelt worden. Davon sind 15 Personen nichtdeutscher
Herkunft gewesen, was ca. elf Prozent an der Gesamtzahl der ermittelten
Tatverdächtigen entspricht.
Im Jahr 2024 sind es noch 123 aufgeklärte Fälle mit 127 Tatverdächtigen
gewesen. Nichtdeutscher Herkunft waren davon zehn Personen oder 7,9 Prozent.
Bereits in den letzten Jahren berichteten wir, dass die Aufhellung des
Dunkelfeldes in diesem Phänomenbereich Arbeitsinhalt des Sachbereiches
„Besondere Ermittlungen/Cybercrime/Sexualisierte Gewalt gegen Kinder
(BECSEKi)“ der Kriminalpolizei der Direktion Ost sei. Dieser Sachbereich ist
zuständig für die direktionsweite Bearbeitung von herausgehobenen Fällen der
sexualisierten Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.

So verurteilte das Landgericht Frankfurt (Oder) am 27.05.2025 einen 47 Jahre
alten Frankfurter zu 14,5 Jahren Haft und dessen Verlobte zu einer Freiheitsstrafe
von 14 Jahren. Sie hatten zwischen 2009 und 2025 in der Oderstadt ihre eigenen
Töchter in grausamer und erniedrigender Weise missbraucht. Im Zuge der
Ermittlungen war darüber hinaus bekannt geworden, dass sich ein weiterer Mann
an den drei Mädchen verging. Dieser ist letztlich mit 4,5 Jahren Haftstrafe belegt
worden.
Im Deliktsfeld Verbreiten, Besitz, Erwerb und Herstellung kinderpornographischer
Inhalte waren es 306 Fälle (222 im Jahr 2024), wobei 100 Prozent der Taten
aufgeklärt worden sind. Im Berichtszeitraum des Jahres davor lag die Quote bei
98,6 Prozent.

Weiter sinkende Fallzahlen im Bereich Rauschgiftkriminalität
Fallende Tendenz verzeichnete die Polizei auch in diesem Berichtsjahr wieder
beim Straftatenaufkommen im Bereich der -Rauschgiftkriminalität-. Den 1.542
Fällen im Jahr 2024 stehen nunmehr 729 registrierte Delikte gegenüber. Die
Aufklärungsquote lag 2025 bei 92,0 Prozent und damit über dem Vorjahreslevel,
als es noch 89,9 Prozent gewesen sind.
Beim Blick auf die Tatverdächtigen sind wir im Jahr 2025 bei 680 Personen
angekommen, wovon 187 nichtdeutscher Herkunft waren (27,5 Prozent). Im
Jahr zuvor sind es noch 1.378 Tatverdächtige gewesen – und davon 378
nichtdeutscher Herkunft (27,4 Prozent).
In jüngerer Vergangenheit kam es bekanntermaßen zu Änderungen in der
Drogenpolitik, wie die Legalisierung oder Entkriminalisierung bestimmter
Substanzen. Ein pauschaler Sicherheitsgewinn ist damit aber nicht verbunden.
Den illegalen Handel mit Betäubungsmitteln werden diese Änderungen nicht
beenden. Wie kriminelle organisierte Strukturen damit umgehen und wie sich das
auf die Zahl und das Alter der Konsumenten auswirkt, wird die Polizei weiterhin
sehr genau beobachten.
Diese wachen Augen sind auch von Nöten, denn der eine oder andere Mitbürger
geht mit den Stichworten „Legalisierung und Entkriminalisierung bestimmter
Substanzen“ doch recht großzügig um. So legten Polizisten im Juli 2025 einem
42-jährigen Serben das Handwerk, der auf einem Grundstück in Bad Freienwalde
ca. 1.000 Cannabispflanzen betreute. Zudem fanden die Beamten rund zehn
Kilogramm an bereits verkaufsfertig verpacktem Cannabis. Ein Gericht ordnete in
der Folge Untersuchungshaft für den Delinquenten an.

Zahl der politisch motivierten Straftaten gesunken
Die Gesamtzahl der -politisch motivierten Straftaten- fiel im
Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Ost im vergangenen Jahr auf nunmehr
1.562 Taten (gegenüber 2.211 im Jahr 2024). Von diesen konnten 700
Geschehnisse bzw. 45,0 Prozent aufgeklärt und dabei 877 Tatverdächtige
ermittelt werden. Im Jahr davor verzeichneten wir noch eine Aufklärungsquote von
42,0 Prozent.
Bei dem Rückgang der Fallzahlen im jetzigen Berichtszeitraum ist jedoch
anzumerken, dass 2024 in Brandenburg Landtagswahlen stattfanden, wo
widerstreitende politische Ansichten aufeinanderprallten und bei der
Auseinandersetzung nicht immer nur legitime Mittel zur Anwendung kamen.
Trotzdem sind die Zahlen natürlich ein Hinweis auf die gesellschaftliche
Polarisierung auch im Osten Brandenburgs und den wachsenden Druck auf die
Demokratie im Allgemeinen.
Weiterhin sind Propagandadelikte der Treiber am Straftatenaufkommen.
Die Direktion Ost registrierte hier eine Zahl von 756 Taten, was sich im Rahmen
des Vorjahres bewegt, als es 757 Fälle waren.
Der qualitative Schwerpunkt findet sich in diesem Berichtszeitraum wieder bei der
rechtsmotivierten Kriminalität. In diesem Phänomenbereich blieben die Zahlen von
2025 zu 2024 ebenfalls fast identisch (1.089 Fälle zu 1.079). Das trifft auch auf
die Aufklärungsquote zu, die 2025 bei 44 Prozent lag und im Jahr zuvor bei 45
Prozent.
So konnten die Ermittler des Staatsschutzes der Direktion Ost im Herbst 2025
einen zum damaligen Zeitpunkt 34 Jahre alten Mann als denjenigen identifizieren,
der für zahlreiche Graffitischmierereien im Raum Nordwestuckermark/Boitzenburger Land verantwortlich gemacht wird. SS-Runen, Hakenkreuze sowie
Parolen des Naziregimes und Zahlenkombinationen der rechten Szene waren
dabei hinterlassen worden. Bei Durchsuchungen an seiner Wohnanschrift fanden
sich Beweismittel wie Tatkleidung, Spraydosen und Speichermedien.
Bei der linksmotivierten Kriminalität sank die Fallzahl im Gegensatz zum
Berichtszeitraum zuvor doch erheblich und steht nun bei 174 registrierten
Delikten (2024: noch 556). 61 aufgeklärte Fälle mit 77 Tatverdächtigen stehen
für das Berichtsjahr 2025 auf der Habenseite. Dies bedeutet eine
Aufklärungsquote von 35 Prozent. Im Jahr zuvor waren es 40 Prozent gewesen.
Der in der Vergangenheit verwendete Begriff „Ausländerkriminalität“ ist gemäß
bundesweit gültigem „Definitionssystem politisch motivierte Kriminalität“ des BKA
durch die Bezeichnungen PMK-ausländische Ideologie und PMK-religiöse
Ideologie ersetzt worden.
Im Jahr 2025 sind in der Direktion Ost 37 Fälle (2024: 45 ) im Phänomenbereich
PMK-ausländische Ideologie und im Bereich der PMK-religiöse Ideologie 17 Fälle
bekannt geworden (2024: 12). Aufgeklärt wurden 19 Fälle bei PMK-ausländische
Ideologie und 13 Fälle bei PMK-religiöse Ideologie (mit insgesamt 25
Tatverdächtigen bei PMK-ausländische Ideologie und 16 bei PMK-religiöse
Ideologie).
Unter den Tatverdächtigen bei PMK-ausländische Ideologie fanden sich neben
Deutschen auch Staatsangehörige Algeriens, Guineas, des Irans, Kenias, der
Republik Moldau sowie Syriens, Spaniens, der Türkei und Russlands.
Bei den Tatverdächtigen zur PMK-religiöse Ideologie handelte es sich um
Deutsche, Russen, Afghanen, Syrer, Iraker und Personen mit Wurzeln im Raum
Palästina.

In etwa gleichgeblieben ist die Gesamtzahl bei den politisch motivierten
Gewaltdelikten. Wurden im Jahr 2024 noch 93 Gewaltstraftaten registriert, waren
es im Jahr darauf 95.
Im Frühjahr 2025 durchsuchten Polizisten mit Beschluss des Amtsgerichts
Neuruppin die Wohnanschrift eines Uckermärkers, der als Reichsbürger
polizeiliche Bekanntheit erlangt hatte und mehrerer Delikte verdächtigt wurde.
Dabei konnten Schusswaffen und kinderpornografisches Material aufgefunden
werden. Im Zuge der Maßnahmen griff der Mann die Beamten an und stieß dabei
Todesdrohungen gegen die Einsatzkräfte aus. Mittlerweile hat ein Gericht ihn für
das Ganze zu einer längeren Haftstrafe verurteilt.
Während die Gewaltstraftaten im linksmotivierten Deliktsfeld von 36 auf nun 12
sanken, stieg im gleichen Zeitraum die Anzahl der Delikte rechtsgerichteter Täter
von 35 auf nunmehr 52. Der Schwerpunkt liegt also weiterhin bei der rechts
motivierten Gewalt. Die Aufklärungsquote bei politisch motivierten
Gewaltstraftaten von rechter Seite hat im Jahr 2025 einen Wert von 83 Prozent
erreicht, was exakt dem Wert des Jahres zuvor entsprach. In absoluten Zahlen
bedeutet dies für 2025, dass 43 Taten geklärt worden sind (2024: 29).
Von den Gewaltdelikten der linken Seite konnten vier aufgeklärt werden, was
einer Quote von 33 Prozent entspricht.

Bei politisch motivierten Straftaten im schulischen Bereich registrierte die Polizei
im Bereich der PD Ost 2025 eine Gesamtzahl von 137 (2024: 163).

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Blaulicht - Cityreport24

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen