Müller zum Internationalen Frauentag: Gleichstellung erfordert Engagement und Zusammenarbeit
Frauenministerium veranstaltet am 8. März im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwochen ein Frauentagstheater im Treffpunkt Freizeit in Potsdam
Zum Internationalen Frauentag am 8. März richtet Frauenministerin Britta Müller eine klare Botschaft an die Brandenburgerinnen und Brandenburger: „Gleichstellung ist kein Zufall – sie entsteht durch aktives Engagement und den Mut, konsequent Veränderungen einzufordern.“
„Brandenburg steht beim sogenannten Gender Pay Gap, der den Verdienstabstand pro Stunde zwischen Frauen und Männern darstellt, mit vier Prozent im Ländervergleich zwar vergleichsweise gut da. Doch dieser Wert darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Einkommenslücke weiterhin groß ist – und mit steigender Qualifikation sogar wächst. Akademikerinnen verdienen im Schnitt 14 Prozent weniger pro Stunde als Männer, und beim Bruttojahreseinkommen liegt die Lücke sogar bei rund 20 Prozent. Das zeigt: Wer eine Frau ist, hat in unserem Arbeitsmarkt noch immer ein deutlich höheres Risiko, finanziell benachteiligt zu sein – besonders dann, wenn weitere Faktoren wie Kindererziehung, fehlender Berufsabschluss, eine Behinderung oder eine Fluchtgeschichte hinzukommen“, so Ministerin Müller.
Die Ministerin betont, dass die Themen Gleichstellung und Chancengleichheit nicht nur Fachleuten vorbehalten sind: „Gleichstellung ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Jede und jeder von uns – ob als Einzelperson, als Verein oder als Initiatorin einer Petition – kann dazu beitragen, Ungleichheiten sichtbar zu machen und Veränderungen zu fordern. Nur durch das aktive Mitwirken aller können wir die gesellschaftliche Transformation hin zu einer echten Gleichstellung weiter vorantreiben.“
Unter dem Motto „WTF – Wut tritt Feminismus“ finden im März die 36. Brandenburgischen Frauenwochen statt – mit landesweit mehr als 230 Veranstaltungen wie Diskussionen, Ausstellungen, Workshops, Theateraufführungen, Sportveranstaltungen und Lesungen. Die Brandenburgischen Frauenwochen sind in ihrem Umfang und ihrer Kontinuität bundesweit einzigartig. Das Ministerium für Gesundheit und Soziales unterstützt das Projekt mit insgesamt rund 60.000 Euro.
Frauentagstheater am Frauentag
Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwochen ist es eine gute Tradition, dass das Frauenministerium zu einer Kulturveranstaltung einlädt. In diesem Jahr hat Frauenministerin Britta Müller am 8. März in den Treffpunkt Freizeit in Potsdam zu einer besonderen Veranstaltung ein. Gezeigt wird das Kabarett- und Theaterstück „Volle Fahrt zurück“ – eine temporeiche, musikalisch pointierte und humorvolle Auseinandersetzung mit modernen Frauenrollen, Karrierebildern und gesellschaftlichen Erwartungen. Zu der Veranstaltung haben sich rund 230 Gäste angemeldet.
Im Mittelpunkt des Stücks stehen zwei Frauen, die sich zufällig in einem Zug nach München begegnen: Jasmin, ein selbsternanntes „Öko-Landei“, und Ann Katrin, eine ehrgeizige Schauspielerin aus Berlin. Beide sind auf dem Weg zum selben Casting – für dieselbe Rolle in derselben Serie. Die gemeinsame Zugfahrt wird zur Projektionsfläche für Konkurrenz, Selbstzweifel, Rollenklischees und strukturelle Ungleichheiten. Themen wie Gender Gaps, Schönheitsideale, Medienbetrieb, Care-Arbeit, Künstliche Intelligenz und der ständige Druck zur Selbstoptimierung werden mit scharfem Witz und musikalischer Präzision verhandelt. Mit pointierten Dialogen, klugen Songs und überraschenden Wendungen wirft das Stück einen ebenso unterhaltsamen wie treffenden Blick auf die Herausforderungen, denen Frauen heute begegnen.

