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BVG: Wir stehen für ernsthafte und fokussierte Verhandlungen bereit. Tram-Betriebsfahrten halten Oberleitungen eisfrei

Die BVG wird seit Betriebsbeginn von der Gewerkschaft Verdi bestreikt.  

 

Seit Tagen arbeiten die BVG-Mitarbeitenden rund um die Uhr daran, die nach einem massiven Eisregen stark vereisten Oberleitungen der Straßenbahn zu enteisen. Das Streckennetz ist seit Samstag wieder befahrbar, die Arbeiten aufgrund der Wetterlage weiter herausfordernd. Um die Oberleitungen eisfrei und damit den Trambetrieb aufrechtzuhalten, sind weiterhin regelmäßige Fahrten und Arbeiten notwendig. 

 

Daher hatten sich Verdi und BVG für den laufenden Warnstreik auf eine Sonderlösung für die Straßenbahninfrastruktur verständigt. Mit Verdi konnte die BVG verhandeln, dass heute auch während des Streiks Betriebsfahrten im Straßenbahnsystem möglich sind. Rund 70 Straßenbahnen sind im 30-Minuten-Takt im Tramsystem unterwegs, um bei der aktuellen Wetterlage Oberleitungen und Gleise eisfrei zu halten. Bislang ging der Plan auf. Die Witterungsbedingungen bleiben dennoch herausfordernd, weshalb die Straßenbahnen auch in der Nacht im Einsatz sind, um die Chance zu erhöhen, den Trambetrieb nach Streikende am Dienstagmorgen ohne größere Einschränkungen für die Fahrgäste wieder hochzufahren. 

 

Die BVG verurteilt die Eskalation der Gewerkschaft in Berlin im Windschatten bundesweiter Aktivitäten weiterhin scharf. Das Unternehmen ruft wiederholt dazu auf, nachhaltige Lösungen für die Mitarbeitenden am Verhandlungstisch zu suchen. Dafür gibt es einen vereinbarten, gemeinsamen Fahrplan.  

 

Im Rahmen der 2. Verhandlungsrunde hatte sich die BVG intensiv mit den Forderungen von Verdi auseinandergesetzt und die bisher bekannten und die Mitte Januar zusätzlich und überraschend verkündeten neuen Themen bewertet.  

 

In der dafür vorgesehenen Verhandlungsrunde vergangenen Freitag hat die BVG das Bündel aller Forderungen – wie in der Auftaktrunde vereinbart – umfangreich finanziell bewertet und der Gewerkschaft vorgestellt.  Die 17 Verhandlungsthemen (u. a. mehr Urlaub, kürzere Schichten, 35-Stunden-Woche, höhere Zulagen) umfassen ein Gesamtvolumen von gut 150 Millionen Euro Personalkosten pro Jahr, was einen zusätzlichen Personalbedarf von 1.330 Stellen ausmacht.   

 

Damit übersteigen die Forderungen sowohl den Rahmen einer Manteltarifrunde als auch die finanziellen Möglichkeiten des Unternehmens. Vor diesem Hintergrund hat die BVG Verdi erneut aufgefordert, die Forderungen zu priorisieren. Dies ist die Voraussetzung dafür, einen realistischen Verhandlungskorridor zu definieren und ein seriöses erstes Angebot erarbeiten zu können.  

 

Beide Seiten haben sich auf die nächste Verhandlungsrunde am 18. Februar verständigt.    

 

Alle aktuellen Updates zu den Manteltarifverhandlungen 2026 finden Sie hier: Manteltarifverhandlungen 2026 | BVG

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