Uncategorized

BVG: Blockade bei Tarifverhandlungen: Beschäftigte sollen Tarifergebnis selbst bezahlen ver.di ruft zum Streik am 02.02.2026 auf

In den laufenden Tarifverhandlungen für einen neuen Manteltarifvertrag blockiert der Kommunale Arbeitgeberverband Berlin (KAV Berlin) bislang jede Annäherung an die Forderungen der Beschäftigten. Statt ernsthaft über Entlastung und bessere Arbeitsbedingungen zu verhandeln, macht die Arbeitgeberseite deutlich: Verbesserungen sollen die Beschäftigten faktisch selbst finanzieren.

In der Verhandlungsrunde am 29. Februar 2026 erklärte der BVG-Vorstand, die wirtschaftliche Lage lasse keine umfassenden tariflichen Verbesserungen zu. Trotz Rekordinvestitionen und der höchsten Finanzierung in der Geschichte der BVG durch den revidierten Verkehrsvertrag fordert die Arbeitgeberseite, dass tarifliche Fortschritte nur möglich seien, wenn Beschäftigte auf bestehende Leistungen verzichten. Tarifverträge müssten „selbst finanziert“ werden – unter anderem durch eine Verschlechterung des Krankengeldzuschusses und Veränderungen bei den Arbeitszeitkonten, durch die die Beschäftigten Souveränität über ihre Arbeitszeit verlieren würden.

Die Forderungen von ver.di nach echter Entlastung – darunter Zuschläge für belastende Arbeit bessere Regelungen für Schicht- und Nachtarbeit und eine Begrenzung der Schichtlänge auf 12 Stunden – wies die Arbeitgeberseite zurück.

„Der BVG-Vorstand verweigert jede ernsthafte Auseinandersetzung mit der Realität der Beschäftigten. Dabei sind gute Arbeitsbedingungen, unter denen die Kolleg*innen ihren Beruf auch langfristig ausüben können, zentral, um Beschäftigte im Unternehmen zu halten“, kritisiert der ver.di Verhandlungsführer Serat Canyurt.

Vor dem Hintergrund der Blockade von Seiten des BVG-Vorstand ruft ver.di die Beschäftigten der BVG daher für den 02.02.2026 zum Streik auf.

„Die Kolleginnen und Kollegen erwarten Entlastung, Verlässlichkeit und Respekt – und keinen Tarifvertrag, den sie am Ende selbst bezahlen sollen“, so Canyurt abschließend.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Blaulicht - Cityreport24

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen