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Bundesweiter Warnstreik von Auszubildenden und Studierenden im öffentlichen Dienst der Länder am 29. Januar

„Jetzt geht’s um uns“ Mit einem bundesweiten Jugendstreiktag gehen Auszubildende und Studierende im öffentlichen Dienst der Länder am Donnerstag, 29. Januar 2026, gemeinsam auf die Straße, um ihren Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck zu verleihen. In Berlin und Brandenburg werden bis zu 50 junge Streikende aus den Bereichen Senatsverwaltungen, Bezirksämter, Theater und Landesbühnen, Kita Eigenbetriebe, Universitäten etc. zu den Aktionen im Rahmen der Tarifrunde 2026 erwartet.

Bundesweit kommen an diesem Tag an den Standorten Berlin, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Leipzig, Kiel, Rostock und an den Standorten der Unikliniken in Bayern junge Streikende zusammen und erhöhen vor der nächsten Verhandlungsrunde den Druck auf die Arbeitgeber. Das ist notwendig, weil die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auch in der zweiten Verhandlungsrunde Mitte Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt hat.

„Die hohen Lebensmittelpreise treiben viele Nachwuchskräfte in Existenznöte“, sagte Anna-Lena Quaas, Jugendvertreterin in der Landestarifkommission Berlin-Brandenburg. Auszubildende und dual Studierende seien besonders betroffen. „Die Preise mögen langsamer steigen, aber sie bleiben auf hohem Niveau. Es kann nicht sein, dass Auszubildende am Monatsende nur noch Nudeln mit Butter essen können“, so Sasha König, Mitglied der Bundesjugendtarifkommission und Jugendvertretung der Landestarifkommission Berlin-Brandenburg.

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde für Nachwuchskräfte monatlich 200 Euro mehr, die unbefristete Übernahme von Auszubildenden und dual Studierenden im erlernten Beruf, sowie einen bundesweiten Tarifvertrag für studentische Beschäftigte (TVStud).

In Berlin haben die studentischen Beschäftigten sich bundesweit den einzigen TVStud bereits erkämpft. In Brandenburg existiert ein solcher Tarifvertrag nicht.

„Die rund 300.000 studentischen Beschäftigten arbeiten unter prekären Bedingungen. Niedrige Löhne, Kettenbefristungen und unbezahlte Überstunden gehören für sie zum Alltag“, sagt Emilia Mertens, stellvertretendes Mitglied der Bundesjugendtarifkommission „Diese Tariflücke im öffentlichen Dienst muss endlich geschlossen werden, denn nur sichere Stellen und eine angemessene Bezahlung ermöglichen kontinuierliche und gute wissenschaftliche Arbeit.“ Es müsse gerade bei den Nachwuchskräften in die Zukunft investiert werden, betont Isabelle Gagel, Landesbezirksjugendsekretärin Berlin-Brandenburg und verweist auf die bundesweit vielen unbesetzten Stellen im öffentlichen Dienst und den demographischen Wandel.

Streikuni und Überraschungsaktion, am CCG, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Raum Salon, 9:00 Uhr

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