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Kreiskrankenhaus Prignitz: Mehrheit für Tarifvertrag – Beschäftigte übergeben Petition an Geschäftsführer, Kreistagsvorsitzenden und Landrat

Am Mittwoch, den 17. Dezember, übergeben Aktive der Gewerkschaft ver.di eine Petition an die Verantwortlichen für das Kreiskrankenhaus Prignitz (KKH Prignitz). Mit der Petition spricht sich eine Mehrheit des nichtärztlichen Personals dafür aus, die Arbeitsbedingungen am KKH Prignitz durch einen Tarifvertrag zu verbessern. Zur Übergabe der Petition wurden der Geschäftsführer des KKH Prignitz, Herr Krüger, der Kreistagsvorsitzende, Herr Ballenthien, sowie der Landrat, Herr Müller, eingeladen.

ver.di kritisiert in diesem Zusammenhang den Versuch der Geschäftsführung, den Betriebsrat gegen die gewerkschaftlichen Aktivitäten für einen Tarifvertrag auszuspielen. Die Geschäftsführung hatte zuletzt angekündigt, einen Großteil der bereits zugesagten Zulagen nicht auszuzahlen, da der Betriebsrat noch Diskussionsbedarf in Bezug auf eine Betriebsvereinbarung (BV) zu Entgeltgrundsätzen sieht. ver.di wertet den Versuch des Arbeitgebers, die BV Entgeltgrundsätze mit dem Betriebsrat zu erzwingen, als einen Versuch, Tarifverhandlungen zu umgehen.

„Der Versuch der Geschäftsführung, die Belegschaft gegen den Betriebsrat und ver.di in Stellung zu bringen, ist ein klares Foulspiel. Die Beschäftigten werden sich von dieser Erpressung nicht von ihrem Weg abbringen lassen. Die Unterstützung für die Petition zeigt, dass die Belegschaft einen Tarifvertrag will, in dem ihre Arbeitsbedingungen verbindlich und auf Augenhöhe verhandelt werden“, erklärt Torsten Schulz, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär.

Im Koalitionsvertrag der aktuellen Landesregierung aus SPD und BSW haben sich die beiden Parteien zu einer Stärkung der Tarifbindung bekannt. Vor diesem Hintergrund sieht ver.di insbesondere Landrat Müller von der SPD in der Pflicht, sich als Eigentümer für einen Tarifvertrag am KKH Prignitz stark zu machen.

„Herr Müller kann hier ganz konkret umsetzen, was seine Partei im Land verspricht. Wir erwarten, dass der Eigentümer klar Position bezieht im Sinne von guter Arbeit durch gute Tarifverträge“, erklärt die stellvertretende ver.di-Landesfachbereichsleiterin für den Bereich Gesundheit in Berlin-Brandenburg, Gisela Neunhöffer, abschließend.

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