Brandenburg Land

Gesundheits- und Sozialministerin Britta Müller: „In kurzer Zeit viel erreicht für Brandenburg und seine Menschen“

Zum Ende ihrer Amtszeit zieht Gesundheits- und Sozialministerin Britta Müller eine Bilanz ihrer eineinhalbjährigen Amtszeit. Trotz der kurzen Zeit wurden wichtige Konflikte gelöst, Reformen angestoßen und neue Strukturen geschaffen, die die Gesundheits- und Sozialversorgung in Brandenburg nachhaltig stärken.

Britta Müller legte in ihrer Amtszeit besonderen Wert darauf, akute Konflikte im Gesundheitswesen zu entschärfen und tragfähige Lösungen zu entwickeln. So gelang es, den Streit um die Finanzierung von Krankenfahrten zu deeskalieren und gemeinsam mit Krankenkassen und Leistungserbringern Lösungen auf den Weg zu bringen. Auch im Bereich des Rettungsdienstes setzte Müller klare Prioritäten: Für sie stand fest, dass schnelle Hilfe für Menschen in Not selbstverständlich bleiben muss – der Notruf 112 bleibt kostenfrei.

Zugleich setzte Müller wichtige Impulse für eine moderne Gesundheitsversorgung insbesondere im ländlichen Raum. Mit der neuen Poliklinik-Förderrichtlinie hat Brandenburg die Grundlage geschaffen, innovative und sektorenübergreifende Versorgungsmodelle aufzubauen. Müller prägte dafür den Begriff „stambulant“, der für ein engeres Zusammenspiel von stationärer und ambulanter Medizin steht. Ziel ist eine moderne, stärker vernetzte Gesundheitsversorgung nah bei den Menschen. Mit der Förderung solcher Versorgungszentren verfolgt das Land das Konzept einer „Poliklinik deluxe“ – wohnortnah, interdisziplinär und regional vernetzt. Gleichzeitig wurden Kommunen stärker unterstützt, neue Versorgungsstrukturen wie kommunale medizinische Versorgungszentren aufzubauen, um die ärztliche Versorgung vor Ort langfristig zu sichern.

Ein weiteres wichtiges Vorhaben war die Stärkung des Kinderschutzes. Mit dem Aufbau von Kinderschutzambulanzen an mehreren Krankenhausstandorten entsteht erstmals ein spezialisiertes Netzwerk für medizinischen Kinderschutz in Brandenburg. Diese Einrichtungen ermöglichen eine frühzeitige medizinische Abklärung bei Verdacht auf Gewalt gegen Kinder und bieten gleichzeitig Unterstützung für betroffene Familien.

Auch im Bereich Pflege wurden wichtige Schritte unternommen. Mit dem Ausbau des Pakts für Pflege und neuen Förderinstrumenten für Pflege vor Ort wurden Kommunen gestärkt, um pflegebedürftige Menschen besser in ihrem häuslichen Umfeld unterstützen zu können. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Nachbarschaftshilfe. Sie ermöglicht es, dass engagierte Menschen in ihrem Umfeld pflegebedürftige Nachbarinnen und Nachbarn im Alltag unterstützen. Damit wird nicht nur die Pflege entlastet, sondern auch das Ziel gestärkt, dass Menschen möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung leben können.

Darüber hinaus wurden Initiativen zur Prävention und Gesundheitsförderung sowie zur Unterstützung besonders belasteter Menschen auf den Weg gebracht. Dazu gehören Projekte zur besseren Versorgung von Menschen mit Long Covid und ME/CFS, Impfkampagnen zur Stärkung des Gesundheitsschutzes sowie Programme zur Unterstützung von Familien und zur Bekämpfung von Kinderarmut.

Auch auf Bundesebene setzte Brandenburg unter der Verantwortung von Britta Müller wichtige Impulse. Das Land brachte mehrere Initiativen in den Bundesrat ein – unter anderem zur Reform der medizinischen Notfallversorgung, zur Stabilisierung der Krankenhauslandschaft während der Reformphase sowie zur Modernisierung des Risikostrukturausgleichs in der gesetzlichen Krankenversicherung. Brandenburg setzte sich zudem für eine gerechtere Finanzierung des Transformationsfonds für Krankenhäuser und für Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung eines Flächenlandes ein.

Gesundheits- und Sozialministerin Britta Müller erklärt: „Ich hätte dieses Amt gern weiter ausgeübt und weiterhin gemeinsam mit vielen engagierten Partnerinnen und Partnern wichtige Probleme für die Brandenburgerinnen und Brandenburger gelöst – nah bei den Menschen und ihren Sorgen. Für mich ist die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung vor Ort elementar für unsere Demokratie. Wenn Menschen erleben, dass der Staat für sie da ist und ihre Versorgung funktioniert, stärkt das Vertrauen in die Politik und in unsere demokratischen Institutionen.“

Mit ihren Initiativen und Reformimpulsen hat Britta Müller gesundheitspolitische Spuren in Brandenburg hinterlassen. Viele der angestoßenen Projekte – von neuen Versorgungsstrukturen über den Ausbau des Kinderschutzes bis hin zu Reforminitiativen auf Bundesebene – werden die Gesundheits- und Sozialversorgung im Land auch künftig prägen.

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