11.03.26: Veranstaltung zu Perspektiven für die Stärkung der Tarifautonomie von ver.di Berlin und DGB Berlin-Brandenburg
Das deutsche Tarifvertragssystem steht seit Jahrzehnten unter Druck. Obwohl es in einzelnen Betrieben und Branchen immer wieder beeindruckende Organisierungserfolge gibt, arbeiten zunehmend mehr Beschäftigte ohne Tarifvertrag. Besonders deutlich ist der Rückgang der Bindung an Branchentarifverträge. Damit verlieren Tarifverträge zunehmend ihre ordnungspolitische Wirkung – mit Folgen wie unsicheren Arbeitsverhältnissen und niedrigeren Löhnen.
Vor diesem Hintergrund laden ver.di Berlin und DGB Berlin-Brandenburg zu einer Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „Tarifbürgerschaft! Perspektiven zur Verteidigung und Stärkung der Tarifautonomie“ ein.
Professor Florian Rödl (FU Berlin) und Dr. Felix Syrovatka (Wissenschaftlicher Mitarbeiter Uni Jena) argumentieren, dass Tarifautonomie als grundlegender Bestandteil demokratischer Ordnung verstanden werden muss. Dieses Verständnis sehen sie jedoch durch die Rechtsprechung der vergangenen Jahre zunehmend gefährdet. Als Gegenentwurf entwickeln sie eine politische und rechtliche Strategie, die Tarifverträge neu denkt – als Teil eines Kampfes um das Recht auf „Tarifbürgerschaft“.
In der Veranstaltung diskutieren die Referierenden gemeinsam mit dem Publikum, welche strategischen Perspektiven das Konzept der Tarifbürgerschaft für den Kampf um mehr und bessere Tarifverträge eröffnet.
Die Inputs liefern Florian Rödl und Felix Syrovatka. Kommentiert wird die Diskussion von Norbert Reuter, Leiter der Abteilung Tarifpolitik bei ver.di.
Die Veranstaltung findet statt
Am Mittwoch, den 11. März
um 18:00 Uhr
Hans-Böckler-Haus, Keithstraße 1, 10787 Berlin, Ingeborg-Tönnesen-Saal

