Sinkende Kinderzahlen in den Kitas – Chancen nutzen statt kürzen / Petitionsübergabe im Rahmen von Warnstreik
Die Gewerkschaft ver.di übergibt am 27. Januar 2026 eine Petition mit Unterschriften an den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch und Finanzsenator Stefan Evers. Erzieher*innen und Eltern fordern darin, sinkende Kinderzahlen in Berliner Kitas als Chance für bessere Bildung und Betreuung zu nutzen – statt versteckte Kürzungen vorzunehmen.
Die Petition macht deutlich: Pädagogische Fachkräfte arbeiten seit Jahren an der Belastungsgrenze. Unter den bestehenden Fachkraft-Kind-Relationen ist eine qualitativ hochwertige Arbeit, wie sie das Berliner Bildungsprogramm vorsieht, kaum möglich. Gleichzeitig sind Eltern zunehmend mit verkürzten Öffnungszeiten und Problemen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf konfrontiert.
In der Petition wird kritisiert, dass der Senat Kürzungen durch die Hintertür durchsetzen will, indem Zuschläge wegfallen und weniger Geld für die Finanzierung von Fachkräften bereit gestellt wird. In vielen Kitas führt dies faktisch zu weniger Personal. Damit werde die Chance verpasst sinkende Kinderzahlen für eine Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation zu nutzen.
Jetzt ist die Chance da für eine nachhaltige Verbesserung der pädagogischen Situation und der Arbeitsbedingungen in den Kitas. Ausreichend Personal, stabile Teams und verlässliche Beziehungen seien Voraussetzung für gute frühkindliche Bildung. Häufige Umsetzungen belasten Beschäftigte und Kinder gleichermaßen.
Mit der Petition fordert ver.di den Berliner Senat auf, die sinkenden Kinderzahlen jetzt als Chance zu nutzen, statt zu kürzen.
Die Übergabe der Petition findet im Rahmen eines Streiks für den Tarifvertrag der Länder statt. An diesem Tag werden nur die Beschäftigten der Kita-Eigenbetriebe zum Streik aufgerufen.
Ablauf des Tages:
Um 8:30 Uhr treffen sich die Streikenden vor der Senatsverwaltung für Bildung Jugend und Familie ((Bernhard-Weiß-Straße 6 in 10178 Berlin).
Von dort aus wird es einen Demonstrationszug zum Roten Rathaus geben, wo die Petition gegen 10:00 Uhr übergeben werden soll.

