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Neue Eurocity-Linie verbindet Deutschland und Polen bis an die ukrainische Grenze

Fernverkehrsangebot zwischen den Nachbarländern wächst im Fahrplan 2026 um 50 Prozent • vier Direktzüge täglich zwischen Leipzig, Breslau und Krakau • zwei Züge davon bis/von Przemysl • 3,5 Stunden Fahrzeit nach Breslau, 7 Stunden bis Krakau

Ab heute sind Leipzig und Südpolen erstmals mit Eurocity (EC)-Zügen direkt auf der Schiene miteinander verbunden. Die Deutsche Bahn (DB) und die polnische PKP Intercity (PKP IC) bieten mit dem ab heute gültigen Fahrplan 2026 die komplett neu eingeführte Verbindung Leipzig–Breslau–Krakau mit zwei EC-Zügen pro Tag und Richtung in Kooperation an. Eine tägliche Verbindung führt dabei bis Przemysl an der polnisch-ukrainischen Grenze. Die wirtschaftlichen und kulturellen Zentren Südpolens sowie die polnisch-ukrainische Grenzstadt Przemysl erhalten mit der neuen Direktverbindung erstmals eine schnelle Anbindung aus der bzw. in die Mitte Deutschlands.

Auch das sächsische Riesa und Hoyerswerda sowie die brandenburgischen Städte Elsterwerda und Ruhland profitieren als Haltebahnhöfe von dem neuen Angebot. Das Fernzugangebot zwischen Deutschland und Polen wächst um 50 Prozent auf 34 EC-Fahrten täglich.

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Immer mehr Menschen fahren auch über nationale Grenzen hinweg Bahn. Auf die gestiegene Nachfrage nach Verbindungen zwischen Deutschland und unserem Nachbarland Polen reagieren wir mit einem deutlichen Ausbau des Eisenbahnverkehrs. Die neuen Direktverbindungen in die wirtschaftsstarken Regionen Südpolens und an die Grenze zur Ukraine sind gleichermaßen politisch wie wirtschaftlich und touristisch bedeutend.“

Janusz Malinowski, Vorstandsvorsitzender der PKP Intercity: „Die Zahl der Passagiere, die mit unseren Zügen nach Deutschland reisen, steigt von Jahr zu Jahr, daher erweitern wir das internationale Angebot nach Westen. Neben noch häufiger am Tag verkehrenden Zügen nach Berlin schaffen wir auch neue Verbindungen in andere deutsche Städte. Wir freuen uns, dass wir unseren Reisenden die Fahrt bis nach Leipzig ermöglichen können.“

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Das neue Fernverkehrsangebot stärkt die gute Nachbarschaft zwischen Deutschland und Polen. Es ermöglicht noch mehr Menschen, das Nachbarland klimafreundlich per Bahn zu entdecken – ein Erfolg jahrzehntelanger gemeinsamer Investitionen in die grenzüberschreitende Infrastruktur. Allein auf deutscher Seite wurden dafür mehr als 1,1 Milliarden Euro investiert. Auch die Bedrohungslage in Europa zeigt, wie wichtig der grenzüberschreitende Bahnverkehr ist – neben den kulturellen und wirtschaftlichen Vorteilen gewinnt die verteidigungspolitische Notwendigkeit an Bedeutung.“

Thomas Dienberg, Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bau in Leipzig: „Für Leipzig ist dies ein sehr schöner Tag, denn die neue Eurocity-Verbindung schafft nach vielen Jahren wieder eine Direktverbindung zu unserer Partnerstadt Krakau und stärkt damit die internationale Anbindung Leipzigs an Polen.“

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