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Erfolgreicher Testlauf im Blackout-Szenario

In der Werderaner Havelauenhalle wurde am vergangen Samstag der Krisenfall geprobt. Die Sporthalle in der Potsdamer Straße 4 verwandelte sich binnen kurzer Zeit in einen Katastrophenschutzleuchtturm. Ein Team aus etwa 15 Ehrenamtlern übte erfolgreich den Aufbau und die Inbetriebnahme der Einrichtung, die der Bevölkerung in Notlagen eine zentrale Anlaufstelle sein soll.

 

Rund 40 freiwillige Beobachter aus dem Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes in der Region begleiteten die Übung. Das Szenario: Nach einem ersten begrenzten Stromausfall hat der Verwaltungsstab der Stadt Werder (Havel) entschieden, zum Schutz der Bevölkerung den Katastrophenschutzleuchtturm in Betrieb zu nehmen. Währenddessen kam es zum Blackout, also einem großflächigen Stromausfall.

 

Was soll der Katastrophenschutzleuchtturm leisten? An erster Stelle steht die Information: Was ist passiert? Wie lange dauert die Lage voraussichtlich noch an? Wie und wo bekomme ich Hilfe? Darüber hinaus ist es möglich, vor Ort Notrufe abzusetzen oder Erste Hilfe zu erhalten. Bürger können sich außerdem aufwärmen, erhalten Zugang zu Trinkwasser, können Endgeräte aufladen oder mitgebrachte Speisen erwärmen.

 

EDEKA unterstützt Übungen

 

Für den Testfall stellte EDEKA-Inhaberin Katrin Schneider verschiedene Mikrowellengerichte zur Verfügung, die vor Ort an der Versorgungsstrecke aufgewärmt werden konnten. Auch bei den künftig zweimal im Jahr stattfindenden Übungen im Katastrophenschutzleuchtturm sagte sie Unterstützung zu. „Darüber sind wir sehr dankbar, denn solche Angebote helfen uns dabei, die Übungen für alle Beteiligten realer zu machen und mögliche Schwachstellen im Vorfeld zu erkennen“, so Fachbereichsleiter und Projektleiter Philipp Konopka, der die Übung organisiert hat.

 

Am Hallentor tuckert das Notstromaggregat, im Inneren stellt das Personal Tische, Bänke, Lichtmast und Geräte auf. Wer für Strom, Wasser, Einlass, Erste Hilfe und Technik zuständig ist, wird vorher festgelegt. Für das Team ist es nach der Gründung die erste testweise Inbetriebnahme der Einrichtung. Wärmedecken, Klappstühle, Mikrowellen, Hinweisschilder – alles findet nach und nach seinen Platz vor und in der Halle. Währenddessen finden sich die ersten Beobachter vor der Tür ein, die zugleich verschiedenste Bedürfnisse in der Notlage simulieren werden.

Dann geht es los: Der Leuchtturm öffnet seine Pforte. Am Einlass werden die Hilfesuchenden zur aktuellen Lage informiert, registriert und eingewiesen, welche Leistungen der Katastrophenschutzleuchtturm bietet. An der Versorgungsstrecke stehen warmer Tee und Kaffee, Mikrowellen, Trinkwasser und Möglichkeiten zur Erwärmung von Babynahrung bereit. Eine Viertelstunde nach Inbetriebnahme haben sich die rund 40 Personen in der Halle eingefunden. Regelmäßig gibt der Leiter der Einheit per Megafon Durchsagen zur Entwicklung des Szenarios durch.

 

Positives Fazit und Dank an die Beteiligten

Das Fazit ist positiv: „Alle Kernaufgaben des Leuchtturms konnten bei der Übung erfolgreich ausgeführt und getestet werden. Die Hinweise der Beobachter werden wir als nächstes sichten und gemeinsam mit dem Team auswerten“, resümiert Philipp Konopka. Gemeinsam mit Werders 1. Beigeordneten Christian Große dankt er allen Freiwilligen und Akteuren, die an der erfolgreichen Durchführung der Übung beteiligt waren.

 

„In einer Notlage ist ein solcher Leuchtturm ein entscheidendes Instrument für die Information und den Schutz der Bevölkerung. Das, was hier simuliert wird, gibt dem Team mehr und mehr Sicherheit, die es im Ernstfall vor allem braucht“, sagt Christian Große. Künftig soll bei den Übungen am Katastrophenschutzleuchtturm auch die Öffentlichkeit beteiligt werden.

 

In besonderen Notlagen unterstützen die Städte und Gemeinden den Landkreis Potsdam-Mittelmark bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben als Katastrophenschutzbehörde. Im gesamten Landkreis gibt es 19 feste Katastrophenschutzleuchttürme.Weitere Informationen zur Ausstattung des Werderaner Katastrophenschutzleuchtturms finden Sie hier.

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