Streik in der Coca-Cola-Unternehmenszentrale Berlin
Nach den kraftvollen Streiks an anderen Standorten in Deutschland setzt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Warnstreikwelle bei Coca-Cola in der Deutschlandzentrale in Berlin fort. Am Montag legten Beschäftigte der deutschen Coca-Cola Hauptverwaltung in Berlin von 9-11 Uhr ihre Arbeit nieder. Mit der Aktion machen sie deutlich, dass sie das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite in den Tarifverhandlungen nicht akzeptieren.
„Die Kolleginnen und Kollegen hier in der deutschen Firmenzentrale fordern – wie überall im Land – endlich Wertschätzung und den erarbeiten Gewinnen entsprechende anständige Lohnerhöhung“, sagt Sebastian Riesner, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für die Region Berlin-Brandenburg. „Dass Coca-Cola für 2025 keine Lohnerhöhung vorsieht und erst 2026 magere 1,5 Prozent anbieten will, ist eine Provokation. Besonders verwerflich ist, dass Auszubildende komplett leer ausgehen sollen.“
Die NGG fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten ab dem 1. September 2025:
- eine Vorweganhebung um 150 Euro auf alle Entgelte,
- zuzüglich 5 Prozent mehr Lohn,
- sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 120 Euro in allen Ausbildungsjahren.
In den vergangenen Jahren hat Coca-Cola bundesweit zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut, während die Produktion nicht gesunken, sondern gestiegen ist. „Das geht nur, weil immer weniger Menschen immer mehr leisten — und das bei stagnierenden Löhnen und steigenden Kosten. Das muss ein Ende haben“, fordert Riesner.
Mit Blick auf die zweite Verhandlungsrunde hat die NGG bereits an anderen Standorten zu Warnstreiks aufgerufen. „Wenn sich Coca-Cola in den Verhandlungen nicht bewegt, werden wir den Streik ausweiten – und zwar so lange, bis ein faires und gutes Angebot vorliegt“, so Riesner. Auch am Produktionsstandort Ludwigsfelde/Genshagen haben die Beschäftigten bereits am 22.10.2025 eindrucksvoll gestreikt.

