34. Kinderfilmfest im Land Brandenburg 2025 „Das bin ich. Wer bist du?“
Die 34. Auflage des Kinderfilmfests im Land Brandenburg findet vom 22. September 2025 bis 30. Januar 2026 in landesweit 18 Spielorten statt. Mit Eisenhüttenstadt beteiligt sich ein neuer Partnerort an der Veranstaltungsreihe. Auf dem Programm stehen sieben Spielfilme, ein Dokumentarfilm mit Spielfilmelementen sowie ein Kurzfilmprogramm und Bilderbuchkino für die Jüngsten.
Offiziell eröffnet wird die Veranstaltungsreihe am Dienstag, dem 7.10.2025, 9.00 Uhr in Bernau bei Berlin (Stadthalle, Hussitenstraße 1) durch den Direktor des Landesinstituts Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung, Dr. Mathias Iffert, sowie durch den Stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Bernau, Clemens Pfütz.
Unter dem Motto „Das bin ich. Wer bist du?“ lädt das Kinderfilmfest in diesem Jahr ein, die spannenden, manchmal herausfordernden, immer ermutigenden Geschichten der jungen Protagonistinnen und Protagonisten auf der großen Leinwand zu entdecken: Wer bist du? Was ist deine Geschichte? Zugleich regen empathisch miterlebte Geschichten dazu an, über sich selbst nachzudenken: Wer bin ich? Wie würde ich in einer vergleichbaren Situation handeln? In diesem Sinne will das Kinderfilmfest Dialoge befördern: zwischen dem Ich und dem Du, zwischen Publikum und Leinwandfiguren und ganz besonders zwischen den Kindern und Jugendlichen über den gemeinsam erlebten Film.
Veranstaltet wird das Kinderfilmfest im Land Brandenburg vom Landesinstitut Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung (LIBRA) in Kooperation mit den Partnern in den jeweiligen Spielorten. Im vergangenen Jahr zählte die Veranstaltungsreihe 17.372 junge Besucherinnen und Besucher in 317 Vorführungen, die immer medienpädagogisch begleitet werden. Mit Eisenhüttenstadt als neuem weiterem Spielort kann das Angebot in diesem Jahr noch erweitert werden.
Dr. Mathias Iffert, Direktor des LIBRA: „Das Kinderfilmfest ist weit mehr als ein kulturelles Erlebnis – es ist ein wertvoller Lernort. Filme können Kindern neue Perspektiven eröffnen, zum Nachdenken anregen und Empathie fördern. Für Lehrkräfte bieten sie vielfältige Anknüpfungspunkte für einen lebendigen, zeitgemäßen und lebensnahen Unterricht. Wir freuen uns, mit dem Kinderfilmfest einen Beitrag zu leisten, Film- und kulturelle Bildung fest in der schulischen Praxis zu verankern.“
Das spannende und Mut machende Kurzfilmprogramm steht unter der Überschrift „Was nachts so passiert …“ und umfasst drei Animations- sowie einen dokumentarischen Film.
Im langen Animationsfilm YUKU UND DIE BLUME DES HIMALAYA besteht die unerschrockene Maus Yuku ein großes Abenteuer und beschafft die Blume des Himalaya, deren ewiges Licht der Großmutter auf ihrer letzten Reise leuchten soll. Das gelingt, weil Yuku durch ihre Offenheit und Hilfsbereitschaft überall Freunde findet.
Der bekannte Reporter Checker Tobi begibt sich in CHECKER TOBI UND DIE REISE ZU DEN FLIEGENDEN FLÜSSEN auf eine aufregende Schnitzeljagd nach dem größten Schatz der Welt. Der Hybridfilm – eine Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm – erzählt von Begegnungen mit Menschen und Orten in Vietnam, der Mongolei und im brasilianischen Regenwald. Es geht um ökologische Probleme und die Erkenntnis, dass wir sie nur gemeinsam lösen können.
Frido in UNHEIMLICH PERFEKTE FREUNDE ist ein toller Junge – und wünscht sich doch ein anderes „Ich“, weil er einfach keine guten Noten schafft. Da rettet ihn ein Zauberspiegel mit seinem scheinbar perfekten Doppelgänger, der fortan Bestnoten schreibt. Doch damit fangen Fridos Probleme erst richtig an.
MEIN TOTEMTIER UND ICH erzählt die Geschichte von Ama, die auf einem Boot vom Senegal nach Rotterdam auf die Welt gekommen ist. Ihre Eltern leben ohne Pass in den Niederlanden. Als die Familie abgeschoben werden und ihr Zuhause verlieren soll, wird für Ama ihr Totemtier, von dessen Existenz sie bislang keine Ahnung hatte, zum wegweisenden Begleiter.
Mina in DANCING QUEEN ist schlau, ein bisschen pummelig, trägt eine Brille und gehört nicht zu den „Coolen“ in der Klasse. Doch dann entdeckt sie ihre Leidenschaft für das Tanzen und will, allen äußeren Vorurteilen und inneren Hindernissen zum Trotz, bei einem Hip-Hop-Wettbewerb mitmachen.
Mona in SIEGER SEIN ist mit ihrer Familie vor dem Krieg aus Syrien geflüchtet und prallt in ihrer neuen Schule in Berlin-Wedding gegen eine Mauer aus Mobbing und Ressentiments. Gemeinschaftssinn gibt es in der ganzen Klasse nicht – nicht einmal die Fußballmannschaft spielt wirklich zusammen. Aber Mona lässt sich nicht unterkriegen und bringt ihren Mitspielerinnen bei, dass man nur im Team gewinnt.
Filme aus Bangladesch gelangen nur sehr selten nach Europa. RIKSCHA GIRL ist der erste bangladeschische Film im Programm des Kinderfilmfests. Er erzählt aus der Perspektive der 14-jährigen Naima von ihren doppelten Schwierigkeiten, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, wenn man arm und ein Mädchen ist. Doch Naima beweist ungewöhnlichen Mut und die Kraft, an ihre Träume zu glauben.
Als Sonderprogramm läuft in diesem Jahr ein zweiter Jugendfilm: TSCHICK, der in Brandenburg gedreht wurde und auf dem Bestseller von Wolfgang Herrndorf basiert. In diesem Film finden zwei Außenseiter zueinander und lernen auf ihrem unvergesslichen Road-Trip „in die Walachei“ viel über den jeweils anderen – und noch mehr über sich selbst.

