Uncategorized

Streik und Kundgebung der Berliner Bezirksämter am 30.01.2026

Wachsende Anforderungen, chronische Überlastung und eine mangelhafte Ausstattung prägen den Arbeitsalltag vieler Kolleg:innen im öffentlichen Dienst. Gleichzeitig hat der Berliner Senat erneut einen Kürzungshaushalt beschlossen – und das, obwohl die Anforderungen in zentralen Bereichen stetig wachsen.

Besonders deutlich wird dies in den Jugendämtern der Stadt. Immer mehr und immer komplexere Fälle müssen bewältigt werden. Die Folgen dieser Entwicklung sind bereits jetzt spürbar: Wartezeiten verlängern sich, wichtige Präventionsarbeit bleibt auf der Strecke, Fachkräfte brennen aus – und am Ende leiden Kinder, Jugendliche und Familien.

„Gute Jugendhilfe gibt es nur mit guten Arbeitsbedingungen! Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen Wir fordern eine Politik, die Fachkräften und den Menschen dieser Stadt zuhört. Gemeinsam kämpfen wir für eine Jugendhilfe, die schützt und nicht kaputtgespart wird“, sagt Nadine Eckhardt vom Regionalen Sozialpädagogischen Dienst.

Vor diesem Hintergrund fordern die Beschäftigten in der laufenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder einen guten Tarifabschluss, der den steigenden Belastungen gerecht wird und den öffentlichen Dienst wieder attraktiv macht.

Mit einer Kundgebung am 30. Januar 2026 machen die Beschäftigten ihren Forderungen Nachdruck und wenden sich direkt an die Berliner Politik. Im Estrel Hotel sprechen an diesem Tag der Regierende Bürgermeister Kai Wegner und die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie Katharina Günther-Wünsch.

ver.di ruft alle Kolleg:innen, solidarische Initiativen und Unterstützer:innen dazu auf, sich zu beteiligen und gemeinsam ein starkes Zeichen für gute Arbeitsbedingungen und einen handlungsfähigen öffentlichen Dienst zu setzen.

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – jedoch zur Stärkung der unteren Lohngruppen mindestens 300 Euro. Studentische Beschäftigte sollen ein tariflich garantiertes Mindeststundenentgelt erhalten. Darüber hinaus fordern die Gewerkschaften die Erhöhung aller Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.

Kundgebung im Rahmen des TV-L-Streiks
Datum: 30.01.2026
Zeit: 16:00 Uhr
Ort: Vor dem Estrel Kongresszentrum
Ziegrastraße 1, 12057 Berlin

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Blaulicht - Cityreport24

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen