Warnstreik an Berliner Hochschulen am 28. Januar – Zentrale Kundgebung um 12 Uhr am Bebelplatz
In der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder erhöhen Beschäftigte der Hochschulen, Studierendenwerke und Forschungseinrichtungen am Mittwoch, dem 28. Januar mit einem bundesweiten Branchenstreiktag den Druck. In Berlin ruft ver.di alle Berliner Hochschulen sowie Beschäftigte bei uni assist e.V. zum Warnstreik und zu einer zentralen Kundgebung um 12Uhr am Bebelplatz (vor der Humboldt Universität) auf.
„Gerade an den Berliner Hochschulen erleben wir derzeit massive Haushaltskürzungen, die die Beschäftigten und Studierenden unmittelbar treffen. Wenn Stellen nicht nachbesetzt, Studienplätze und Lehre ausgedünnt werden und Arbeitsbelastungen immer weiter steigen, sind gute Arbeits- und Studienbedingungen in Gefahr“, sagte Michaela Müller-Klang von der ver.di Betriebsgruppe an der Technischen Universität Berlin und im ver.di Landesfachbereichsvorstand Berlin/Brandenburg. „Mit dem Hochschulaktionstag machen Beschäftigte und Studierende deutlich: Wir brauchen gute Arbeits- und Studienbedingungen statt Kürzungen. Deswegen müssen sich die Arbeitgeber in der Tarifrunde endlich bewegen.“
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder(TdL) hatte auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 15./16. Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt. ver.di fordert Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro. Nachwuchskräfte sollen monatlich 200 Euro mehr bekommen und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden. Zudem will ver.di erreichen, dass der Tarifvertrag bundesweit auch für studentische Hilfskräfte gilt.
„Ob studentische Beschäftigte, wissenschaftlicher Mittelbau, Technik und Verwaltung oder Forschungseinrichtungen – alle tragen den Betrieb der Berliner Hochschulen. Doch Kürzungen, Befristungen und Personalmangel gefährden schon heute gute Lehre und Forschung“, betonte Jana Seppelt, ver.di Landesfachbereichsleiterin für den Bereich Wissenschaft in Berlin/Brandenburg „Die Verantwortlichen in der Politik und in den Hochschulleitungen sind in der Pflicht. Wer die Zukunft von Wissenschaft und Ausbildung will, darf nicht bei den Beschäftigten sparen. Gute Arbeit und gute Studienbedingungen gibt es nicht zum Nulltarif.“
Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder werden am 11. Februar in Potsdam fortgesetzt.

